Ein gelungenes Fest für alle Generationen

42. Dorffest der FFW Schlatzendorf – Rückblick auf 25 Jahre Gerätehaus – Änderungen im Ablauf

Schlatzendorf. Zwei lange Jahre unter Corona-Pandemie und dadurch ohne jährliches Dorffest liegen hinter der Freiwilligen Feuerwehr Schlatzendorf. Dieses Jahr konnte der Schlatzendorfer Kernverein endlich sein beliebtes Festwochenende wieder abhalten – mit einigen Besonderheiten und einem Festzeltbesuch, der die Erwartungen übertroffen hat. Zum 42. Mal fand die Traditionsveranstaltung statt, zu der die gesamte Dorfbevölkerung, aber auch viele Besucher von außerhalb kommen. Mehr…

Schlatzendorf. Zwei lange Jahre unter Corona-Pandemie und dadurch ohne jährliches Dorffest liegen hinter der Freiwilligen Feuerwehr Schlatzendorf. Dieses Jahr konnte der Schlatzendorfer Kernverein endlich sein beliebtes Festwochenende wieder abhalten – mit einigen Besonderheiten und einem Festzeltbesuch, der die Erwartungen übertroffen hat. Zum 42. Mal fand die Traditionsveranstaltung statt, zu der die gesamte Dorfbevölkerung, aber auch viele Besucher von außerhalb kommen.

 

In der Vergangenheit begann das Schlatzendorfer Dorffest mit dem Seniorennachmittag am Samstagnachmittag. „Aufgrund der Datenschutzverordnung ist es aber schwierig geworden, die Senioren direkt anzuschreiben“, sagte Feuerwehr-Chef Martin Pinzl. Daher hatte man sich gedacht, man könne doch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Man verschob den Seniorennachmittag von Samstag aus Sonntag und weitete ihn zum „Generationentag“ aus. „Wir wollten schon lange auch die Familien und alle Altersgruppen miteinbinden“, sagte Martin Pinzl. Von 14 bis 17 Uhr gab es dazu ermäßigte Preise im Festzelt.

 

Zudem feiert die FFW Schlatzendorf zusätzlich ein Jubiläum: Das Feuerwehrgerätehaus, auf dessen Vorplatz seit Jahren zum letzten Juniwochenende das Festzelt steht, ist 25 Jahre alt geworden. Natürlich wollte man dieses Jubiläum zum Vierteljahrhundert nicht unerwähnt lassen, stelle doch ein funktionierendes Gerätehaus einen wichtige Komponente einer aktiven und einsatzfähigen Wehr dar. Ein Bildschirm im Festzelt erinnerte mit einer durchgehend gezeigten Bilder-Schau an die Maßnahmen.

 

1997 wurde das aktuelle Gerätehaus gesegnet; der offiziellen Eröffnung geht eine lange Zeit voll Muskelkraft und Engagement der damaligen Truppe voraus. Denn bei den Baumaßnahmen griff jeder voll Tatendrang mit an: Die Bilder zeigten aktive Feuerwehrmänner, die Ende der 1990er Jahre den Erdboden begradigten, Vermessungen vornahmen, Leitungen verlegten, Balken ausrichteten und alle anderen Arbeiten erledigten. So wurde ein Gebäude geschaffen, das nicht nur für die Freiwillige Feuerwehr Schlatzendorf zum Mittelpunkt, sondern für die ganze Dorfgemeinschaft zu einem wichtigen Orientierungs- und Versammlungspunkt geworden ist.

 

Das Fest begann offiziell am Samstagabend mit offenem Tisch für zahlreiche Besucher. Das Zelt war prall gefüllt. Vorsitzender Martin Pinzl freute sich vor allem über den Besuch zahlreicher befreundeter und benachbarter Vereine, die ebenfalls die Schlatzendorfer besuchten. Zu den Delegationen aus Viechtach und den benachbarten Gemeinden und Ortschaften gehörten unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Viechtach und die Waldler Viechtach. Anton Wühr spielte mit traditioneller bayerischer Festmusik wie Wiener Waltzer oder der Feuerwehrpolka auf. Die Festgesellschaft wuchs mit dem Abend und man feierte ausgelassen bis in den frühen Sonntagmorgen.

 

„Mittlerweile haben wir unser eigenes Festzelt“, erklärte der FFW-Vorsitzende Martin Pinzl bei der offiziellen Begrüßung am Festsonntag. „Früher haben wir uns immer das Zelt von der Brauerei ausgeliehen, jetzt ist es umgekehrt“. Pinzl begrüßte die Ehrengäste zum Festgottesdienst, insbesondere Bürgermeister Franz Wittmann, Dorfgemeinschaftssprecher Alois Pinzl und den ehemaligen Sprecher Schlatzendorfs, Erich Muhr, und freute sich über das gute Wetter, die vielen Besucher und die Rückkehr der Festzeit. „In unserem Gottesdienst bei der Dorfkapelle gedenken wir Tun und Wirkens der ehemaligen Familienmitglieder und Feuerwehrmitglieder in Gebet und Gedanken“, leitete Pinzl zum traditionellen Festgottesdienst am Sonntag ein.

 

Die Messe leitete Stefan Hackenspiel, während die Gruppe „Malesa“ aus Prackenbach mit stimmungsvoller und bewegender Musik auf Bairisch den Gottesdienst untermalte. Mit einer Delegation an Feuerwehrmitgliedern in Uniform direkt neben der Dorfkapelle war der Bezug zum Fest und zur Wehr jederzeit präsent. Lesung und Evangelium nahmen Bezug auf das Thema „Berufung“. „Jeder von uns ist dazu berufen, um das Reich Gottes anzubrechen“, erläuterte der Geistliche. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, heißt es im Christentum. „Und hier sehe ich nicht zwei oder drei, sondern eine ganze Menschenmenge in Schlatzendorf“, sagte der Priester. „Man darf auf keinen Fall den Willen Gottes dazu gebrauchen, um unseren Willen durchzusetzen. Jesus verwandelt unsere Hände und unser Herz, damit wir den Weg der Liebe gehen.“ Dadurch mahnte der Priester auch an, dass Wege voll Krieg und Gewalt niemals zu Frieden führen, sondern nur noch mehr Zwist und Schrecken verursachen.

 

Im Anschluss fand reger Festzelt-Betrieb statt. Die Bewirtung übernahm, wie üblich und wie bei fast allen Veranstaltung, die Feuerwehr Schlatzendorf selbst. Für die Kinder – und vielleicht zukünftigen Feuerwehrleute – wurde eine Hüpfburg aufgebaut, und zwar in der Form eines Feuerwehrautos.

Weniger…

Bericht und Fotos: Stefan Muhr


125-jähriges Gründungsfest der Feuerwehr Ayrhof

Die Feuerwehr Schlatzendorf beteiligt sich als Patenverein am 125-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Ayrhof am 24.07.2022:

08:00 Uhr:Treffpunkt in Ayrhof beim Waldschlößl zum Einholen der Fahnenmutter
09:00 Uhr:Festbeginn mit Frühschoppen
10:00 Uhr:Feierlicher Gottesdienst mit Segnung der restaurierten Fahne von 1960 und Bänderweihe, anschließend Segung des neuen MTW
11:30 Uhr:Festzeltbetrieb mit den Altnußberger Musikanten
ab 15:00 Uhr:Musik mit den Sommerhitkönigen Andreas Hastreiter und Andreas Weindl